Studierende im Praktischen Jahr  /  Spezifisch  /  Nuklearmedizin
Mittwochsfortbildungen

Klinik für Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin bezieht sich auf die Diagnostik und Therapie unter Einsatz von radioak­tiven Pharmazeutika. Hierbei werden radioaktive Stoffe direkt in den Körper eingebracht und in verschiedenen Organen aufgrund spezifischer Organfunktionen angereichert. Für jedes Organ (System) stehen geeignete Radiopharmaka zur Verfügung, die es beispielsweise erlauben, den Knochenstoffwechsel, den Myokardmetabolismus und die Herzfunktion sowie Durch­blutung, die Schilddrüsenfunktion und die Lungendurchblutung sowie Belüftung und auch den Hirnstoffwechsel darzustellen. Spezielle Untersuchungen beziehen sich dann auf die Rezeptordarstellung (Somatostatinrezeptoren bei neuroendokrinen Tumoren, Dopamintransporter und Dopaminrezeptoren bei neurodegenerativen Erkrankungen).

Das älteste und etablierteste Verfahren der nuklearmedizinischen Therapie stellt die Radiojodbehandlung von gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen dar. Hierbei wird radio­­ak­tives Jod auf oralem Wege verabfolgt, resorbiert und dann in der Schilddrüse und ihren Tumoren angereichert. Es kommt somit zu einer metabolischen Strahlentherapie. Weitere Therapieverfahren beziehen sich auf die selektive interne Radiotherapie von Lebertumoren und –metastasen, die Radiopeptidtherapie von neuroendokrinen Tumoren, die Applikation radio­aktiver Antikörper beim Lymphom und die Behandlung von Knochenmetastasen des Prostata- und Mammakarzinoms durch Gabe von radioaktiv markierten Diphosphonaten.

Für das PJ stehen ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung. Ggf. können sich die Studierenden durch ein 42-Stundenpraktikum auf das entsprechende Tertial vorbereiten.

Die Facharztausbildung erfordert 4 Jahre (davon 1 Jahr für die Therapie) sowie ein klinisches Jahr.

Nähere Einzelheiten sind der Webseite unserer Klinik zu entnehmen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Biersack, PD Dr. Ezziddin sowie PD Dr. Ahmadzadehfar. Tel.: 0228-287-15181